TEXTILKUNST    Beate Baberske0
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Kalenderblätter

 

Kalenderprojekt AUFARBEITEN zusammen mit Marita Wolf, Berlin

 

 

Schon der Name sagt es: Wir haben uns an Vorhandenes gemacht und veredeln es, indem wir uns von allen Konventionen befreien. Wir lassen Altes los (indem wir es verwenden und damit Platz für Neues schaffen) und staunen, wie wackelig doch bisherige Manifestationen plötzlich sein können, wenn wir es zulassen.

Es gibt Momente der Glückseligkeit!

Momente, in denen der Alltag in Form einer längst fälligen Steuererklärung (oder der nächsten Chemo) weit in die Ferne rückt und es plötzlich eine besondere Form der Langeweile gibt: die, Kunst zu machen. Einfach an der Nähmaschine sitzen und Stiche zählen, Rückwärtsgang einschalten, abschneiden, wieder auftrennen. Fixieren. Und: Staunen. Den Kopf frei machen durch Wiederholung. Wo doch das Leben Wiederholung ist. Nach der Wiederholung steht man zwar wieder am Anfang, aber: Man steht an einer anderen Stelle! Mit einer neuen Perspektive auf das Leben.

Das ist das Geschenk, das wir uns machen.

Wir bieten an: Weiterschenken zum Entdecken! Wir haben schon diskutiert über die Verbindung von Gedrucktem und Textilem, die Rolle der Addition. Über die Farbe der Kontur, die Linienstärke und das Bild, ob es die Monatstage braucht oder nicht, was den Kalender zusammenhält. Ist das Blatt Rahmen genug? Oder braucht es mehr?

Fazit: Wir lassen das Kalendarium weg! Die Monate bleiben. In Bleistift. 7B. Wie der Titel. Und laden ein zur Diskussion.

Ein paar einzelne Monatsblätter sind noch zu haben, hier ein paar Eindrücke
 
           

Titelblatt

 

April - Marita Wolf

 

März

 

Mai

 

 

           

Juli

 

September

 

November

 

Dezember - Marita Wolf

Kalenderprojekt Vorgeschichte

Seit 1999 versammelte meine ehemalige Kommolitonin Marita Wolf aus Berlin Künstler & Freunde aus ihrem Bekanntenkreis um sich und organisierte einen Künstlerkalender in limitierter Auflage von ca. 60 Stück mit immer dem selben Format (35 cm breit x 50 cm hoch) mit einer Klemmschiene an der Oberkante, die die zwölf Blätter hält und den monatlichen Wechsel ermöglicht.

Seit 2000 gab es ein Thema, zu dem die Mitstreiter ihre Holz- oder Linolschnitte bei einer kleinen Druckerei in Handdruck herstellen ließen oder selbst druckten. Jedes Jahr beteiligten sich ca. zehn Künstler & Künstlerinnen an diesem Projekt, die mindestens ein Monatsblatt in einer Auflage von ca. 60 Stück produzierten und pünktlioch abliefern mussten. Die Blätter wurden dann zu 60 Kalendern zusammengestellt und wieder unter den Beteiligten verteilt. So bekam jeder ca. 5 Kalender, die dann zum Verkauf standen. immer wieder gab es auch textile Beiträge und experimentelle Drucke mit originalen Einzeichnungen, so dass kein Kalender wie der andere ist. Die beteiligten Künstlerinnen waren unter anderem: Turid Schuszter, Augsburg; Tilla Rodemann, Boston, Sabine Nier, Berlin, Knut Winzker, Berlin, Kerstin Lesselt, Chemnitz und viele andere.

Die einzelnen Blätter sind als Bild eine Augenweide und können käuflich erworben werden.

           

Aquarellmalerei - Collage

 

2002 - FISCH

 

Seidenapplikation

 

2009 - Haendewerk

 

 

 

 

 

 

 



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