TEXTILKUNST    Beate Baberske0
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Hüllen 07

“Hülle - Wort - Hauch - Kleid ”  Ausstellung zu "1000 Jahre Bistum Bamberg"

Konzept für St. Egidien Nürnberg

 

 

Die Konzeption der „Hüllen“ setzt sich mit dem Rollenwechsel der am Gottesdienst Beteiligten auseinander. Alle liturgischen Handlungen sind heute mit alltagsfremden Gewändern verbunden: Mit einer besonderen Form, die nicht die Individualität des Trägers unterstreicht sondern aus der Rolle, die der Träger im Gottesdienst einnimmt, resultiert.

Alle Aktionen dieser Personen finden im Bereich des Altars statt. Eine Platzierung der Objekte in diesem Bereich ist daher die schlüssige Folge aus dem Konzept.

Der Bezug zum Menschen wird durch die Größe der Objekte deutlich: ca. 2,00m bis 2,20m. Der Umfang ergibt sich entsprechend aus den menschlichen Proportionen.

Die Reduktion auf Stabilisierendes und Verbindendes als Minimalvoraussetzung für eine Hülle setzt bewusst einen Kontrapunkt zum Barock. Die Addition und Reihung wiederum verbindet Stilelemente der Kirche mit dem Objekt. Die „barocke Leichtigkeit“ wird in heutige Sprache transferiert.

Farbe ist Teil der Form oder wird Akzent. Homogenität des Raumes wird aufgegriffen und trägt zur Integration der Figur bei.

Die Botschaft der Installation ist an einem Objekt ablesbar, eine verstärkte Wahrnehmung ist durch Addition zu erreichen.

Als Alternative zu einem Objekt ist die Kombination von drei Objekten möglich, um auf die göttliche Komponente der Trinität als Mittler des Glaubens zu verweisen.

Beate Baberske

 

Foto: Roman Krohs

 

  

 

 

 



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